13.09.97 (1. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - SV Union Opladen 60:74 (27:41)
Saisonpremiere ging bereits in der ersten Halbzeit
verloren
Opladens Schützen brachten Maccabi früh in Verlegenheit
Gegen den letztjährigen Tabellenzweiten der 2. Regionalliga
hätte es auch schlimmer kommen können, das war das
Fazit eines enttäuschenden Spiels für den Aufsteiger
Maccabi in eigener Halle.
Die Gäste setzten sich mit sechs Dreiern in den ersten
zehn Minuten früh ab, führten dann bereits mit 28:13.
Der lahme Angriff der Düsseldorfer erholte sich nicht
mehr. Einziger Lichtblick beim Aufsteiger war Dirk
Bettenhausen, der mit vier dreiern in der ersten Halbzeit
seine Mannschaft einigermassen im Bild halten konnte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel Maccabi nichts
neues ein, sodass es im Angriff in neun Minuten nur
sechs Punkte zustande kamen, und etwas später war das
Spiel im Stand von 35:59 (32. Minute) entschieden.
Die Aufholjagd begann dann doch etwas zu spät, aber
es war ermutigend zu sehen, wie der Aufsteiger sich
mit der Unterstützung der 40 Zuschauern bis auf 60:68
(39.) herankämpfte.
Der Blick nach vorn erschreckt die Düsseldorfer sicherlich
nicht. Mit dem verletzten Aurelio Lopez fehlte der
erste Aufbau, doch in drei Wochen ist er wieder dabei.
Die Angriffslust Maccabis wird sich in den kommenden
Spielen (nächste Woche
zu Gast beim TuS Opladen
) bestimmt steigern, sodass den kommenden Aufgaben
mit Zuversicht entgegengeschaut werden kann.
13.09.97 (1. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - SV Union Opladen 60:74 (27:41)
|
TuS Maccabi Düsseldorf:Dirk Bettenhausen 17 (5 Dreier),
Oliver Wessel 11 (1), Dirk Wingert 8, Alex Riemer 7
(1), Michael Shohat 7, Joe Hochstein 6, Rainer Schmidt
2, Serafin Jendrysik 2, Dominik Raddatz, Christian
Füg.
20.09.97 (2. Spieltag): TuS Opladen - TuS Maccabi Düsseldorf 78:94 (40:35)
Ein unangenehmer Gegner in einer unangenehmen Halle
Beim TuS Opladen hielt Maccabi lange mit
In der zweiten Regionalliga wartet Aufsteiger Maccabi weiterhin auf
die ersten Punkte. Auch am zweiten Spieltag verloren die Düsseldorfer
ihr Spiel, diesmal beim Mitaufsteiger TuS Opladen, letztjähriger erster
der parallelen Oberliga 1. Allerdings hielt sich die Mannschaft diesmal
länger im Bild, und zumindest kämpferisch lässt die Leistung für die
kommenden Spiele hoffen.
In einem zerfahrenen Spiel, das fünf Mal wegen Fehler und
unachtsamkeiten des heimischen Kampfgerichts unterbrochen werden
musste, erspielte sich der Gastgeber schnell eine 22:9 Führung (8.
Minute), doch Maccabi kämpfte sich wieder heran und führte sechs
Minuten später mit 29:28 (14.).
Zur Halbzeit lag Opladen erneut vorne, doch auch diese
Führung konnte Maccabi mit viel Einsatz sofort nach dem Seitenwechsel
wieder ausgleichen (49:49, 24.). Danach liessen die Kräfte nach, und
die Nerven auch. Geplagt von einer schlechten Trefferquote, von
unnötigen Unterbrechungen durch das Kampfgericht und einer
tiefstehenden Sonne (!!!), die während der ganzen zweiten Halbzeit
interessanter Weise nur um den Korb, auf den Maccabi spielte, die
Angreifer blendete, gaben sich die Gäste geschlagen.
Ob es letztendlich diese für Basketball untypischen
Bedingungen waren, oder ob Müdigkeit: die Gastgeber spielten munter
weiter, und Maccabi hielt nicht mehr dagegen. Den erneuten
64:53-Rückstand (28.) konnten die Düsseldorfer nicht mehr einholen, und
auch die taktischen Fouls brachten nichts, denn im eigenen Angriff
gingen die Würfe serienweise daneben.
Für Maccabi geht es mit dem Auftaktprogramm so schwer wie erwartet weiter. Am kommenden Samstag empfängt der Aufsteiger den letztjährigen zweiten TuS Hilden, der sicherlich favorisiert in das Spiel gehen wird.
20.09.97 (2. Spieltag):
TuS Opladen - TuS Maccabi Düsseldorf 78:94 (40:35)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 18, Dirk
Wingert 15, Alexander Riemer 13 (1 Dreier), Oliver Wessel 9, Dirk
Bettenhausen 8 (1), Serafin Jendrysik 7 (1), Dominik Raddatz 4, Rainer
Schmidt 2, Christian Füg 2, David Galeczki.
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27.09.97 (3. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - TuS Hilden 63:75 (30:35)
Hildens Aufbau Williams war nicht zu stoppen
Maccabi unterliegt One-Man-Show des Amerikaners
Mit dem TuS Hilden empfing der TuS Maccabi einen allemal
schlagbaren Gegner an diesem Tag, doch wer die eigenen Chancen nicht
nützt, wird bestraft. Ein konfuses Spiel im Angriff machte eine gute
Defense-Arbeit zunichte, denn vom Gast war nur ein Spieler zu sehen:
der amerikanische Aufbau Williams, der vor Saisonbeginn frisch aus dem
College in den Düsseldorfer Vorort wechselte. Er war Dreh- und
Angelpunkt des Hildener Angriffs, setzte seine Mitspieler hervorragend
in Szene, und erzielte, als er mit zunehmender Dauer das Spiel selbst
in die Hand nahm, nebenbei noch 31 Punkte.
Bei Maccabi fehlte dagegen erneut der verletzte Aufbau
Aurelio Lopez, und das zeigte sich oft im kopflosen Angriffsspiel.
Trotzdem kämpfte Maccabi, denn gegen den Taellennachbarn (beide
Mannschaften blieben in den ersten beiden Spielen noch ohne Sieg)
erhoffte man sich die ersten Saisonpunkte.
Mit einem treffsicheren Dirk Bettenhausen startete Maccabi
auch vielversprechend, und nach anfänglichem hin und her (9:9, 4.
Spielminute) konnte vor der Pause eine 30:25-Führung erzielt werden
(16.). Doch dann erlahmte Maccabis Angriff völlig, und nur noch das
Halbzeitsignal konnte Hildens 10:0-Serie noch stoppen: das Spiel
kippte.
Nach der Pause blieb Maccabi dank einer engagierten
Verteidigung im Bild, doch vorne hatten die Gäste Maccabis Schützen zu
gut im Griff, und an der Freiwurflinie scheiterten Maccabis Center
kläglich: eine Trefferquote von 7 aus 19 bedeutete, dass auch von dort
keine Erlösung zu erwarten war. Auf der anderen Seite zeigte erneut
Williams, wie man ein Spiel entscheiden kann: Mit einer 64:53-Führung
im Rücken (37.) forderte er immer wieder den Ball und wurde mit
taktischen Fouls gestoppt. Doch an der Freiwurflinie zeigte er keine
Nerven, und verwandelte 12 von 14 Chancen sicher.
Maccabis schwerer Start in der neuen Liga geht weiter mit dem Auswärtsspiel in Essen-Frintrop, dass sicherlich nicht leichter sein wird als die bereits gespielten Partien.
27.09.97 (3. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - TuS Hilden 63:75 (30:35)
|
TuS Maccabi Düsseldorf: Dirk Bettenhausen 13 (3
Dreier), Dirk Wingert 11, Alexander Riemer 10 (1 Dreier), Oliver Wessel
8, Michael Shohat 8, Dominik Raddatz 4, Joe Hochstein 4, Serafin
Jendrysik 3 (1), Rainer Schmidt 2.
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04.10.97 (4. Spieltag): DJK Adler Frintrop - TuS Maccabi Düsseldorf 87:78 (41:38)
Schiedsrichter stoppte Maccabis Aufholjagd
Duesseldorfer zeigten die bisher beste Saisonleistung
Zum ersten Mal hatten die Aufsteiger aus Düsseldorf einen Sieg in
der Regionalliga in greifbarer Nähe, doch so ganz hat es auch beim
vierten Anlauf nicht geklappt. Am Ende der Begegnung beim starken DJK
Adler Frintrop musste Maccabi eine Schwächephase vor der Pause und eine
skandalöse Entscheidung des Schiedsrichters kurz vor Schluss teuer
bezahlen.
Dabei zeigten die Gäste von Anfang an, wofür sie nach Essen
gereist waren: um zu gewinnen. Mit geschickter Verteidigung und einer
guten Trefferquote überraschten sie die Frintroper (9:12, 5. Minute),
für die an diesem Tag lediglich zwei Spieler ernsthaft punkteten: der
bundesligaerfahrene Center Gerald Johnson räumte unter Maccabis Korb
mit diversen Körperteilen mächtig auf, während Flügelspieler Mike Koch
von allen Lagen bombadierte. Beide führten die Gastgeber mit jeweils 29
Punkten zum Sieg.
Doch eine ganze Weile hatte Maccabi die erstaunten Favoriten
vor 150 Zuschauern so richtig im Griff, führte 21:28 (14.) und 27:32
(15.), bevor die berühmte Schwächephase einsetzte, und einfachste
Chancen unter dem Korb serienweise vergeben wurden. Frintrop liess sich
nicht zweimal bitten und übernahm schnell die Führung (36:32, 18.), die
bis zur Halbzeit nicht mehr abgegeben wurde.
Zwei Minuten nach der Pause sorgte Dirk Bettenhausens Dreier
für Maccabis letzte Führung (41:43), doch dann war Koch wieder da und
richtete nochmal mit 13 Punkten in vier Minuten irreparablen Schaden an
(53:43, 26.). Dazu sechs Punkte in Folge von Johnson, und das Spiel
schien beim Stand von 66:52 (30.) entschieden. Glücklicherweise musste
Koch eine Minute später mit seinem fünften Foul raus, und der Angriff
der Gastgeber geriet ins Stocken. Maccabi setzte zur Aufoljagd!
Riemer, Wessel und Shohat punkteten, dazu ein Dreier von
Aufbau Serafin Jendrysik, der den verletzten Aurelio Lopez gut vertrat,
und Maccabi war plötzlich wieder da: 73:75 und noch zwei Minuten zu
spielen. Frintrop in Ballbesitz suchten Koch, doch er war auf der Bank.
Dreissig Sekunden lang passten sie den Ball umher, bis das
30-Sekunden-Signal ertönte. Dann drückte Schoppen verzweifelt ab, und
traf. Zum Staunen der Zuschauer und Entsetzen Maccabis zeigte sich der
erste Schiedsrichter von seiner tauben Seite und liess den Korb gelten,
obwohl beim Korbwurf die 30 Sekunden schon abgelaufen waren!
Statt also im eigenen Angriff den Ausgleich vor Augen zu
haben, lag Maccabi plötzlich wieder geschockt mit 4 Punkten zurück. Im
Gegenzug traf Shohat nur einen von zwei Freiwürfen, und Frintrop gelang
es, mit geschicktem Passpiel die knappe Führung in der letzten Minute
etwas zu vergrössern.
Nach der guten Leistung in diesem Spiel fährt Maccabi am kommenden Wochenende zuversichtlich nach Oberhausen zum Auswärtsspiel bei der TV Jahn Königshardt, das wegen dem heiligen jüdischen Tag Yom Kipur auf Sonntag verlegt wurde (16:00 Uhr).
04.10.97 (4. Spieltag):
DJK Adler Frintrop - TuS Maccabi Düsseldorf 87:78 (41:38)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alex Riemer 16 (2 Dreier),
Michael Shohat 16, Oliver Wessel 13, Dirk Bettenhausen 7 (1), Joe
Hochstein 7, Dirk Wingert 7, Serafin Jendrysik 5 (1), Christian Füg 5,
Rainer Schmidt 2 |
12.10.97 (5. Spieltag): TVJ Königshardt - TuS Maccabi Düsseldorf 64:75 (30:35)
Der Knoten ist geplatzt
Konzentrierter Maccabi behält die Nerven diesmal bis zum Schluss
Im fünften Anlauf hat es endlich geklappt: ausgerechnet beim bis
dahin mit 6:2 Punkten erfolgreichen TVJ Königshardt schaffte der
Aufsteiger den ersten Sieg. Eine aggressive Defense und eine gute
Trefferquote aus dem Feld ermöglichten Maccabis ersten Erfolg.
Die Gäste zeigten den überraschten Favoriten von Anfang an, wo
es lang geht, und fünfzig Zuschauer staunten: Düsseldorf führte schnell
mit 12:2 (6. Minute). Auf Seiten der Gastgeber konnten nur zwei Spieler
mithalten: Flügelspieler Schraven zog energisch zum Korb und erzielte
11 seiner 16 Punkte in der ersten Halbzeit, und Center Herkelmann (23
Punkte) setzte sich immer wieder unter dem Korb durch.
Doch auch Maccabi hatte an diesem Tag zwei Scorer auf seiner
Seite. In der ersten Halbzeit war es Michael Shohat, der vor dem
Wechsel 18 Punkten erzielte. Dabei wurde er oft auf dem Weg zum Korb
gefoult, und mit einer akzeptablen Freiwurfquote führte er Maccabi mit
einer 35:30-Führung in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit meldete sich Shooter Alex
Riemer zurück. Königshardt, besonders Herkelmann, machte Druck und
übernahm zum ersten Mal die Führung (52:51, 31.), doch dann war Riemer
es, der mit entscheidenden Treffern das Spiel an sich riss. Zwei
Freiwürfe von Wessel, zwei von Hochstein, ein Korb von Wingert und
schliesslich ein Dreier von Riemer bedeuteten eine erneute
61:56-Führung für Maccabi kurz vor Schluss (35.).
Zwar konnten die Gastgeber noch einmal rankommen (62:63,
37.), doch als dann Herkelmann mit seinem fünften Foul ausscheiden
musste, war der Widerstand gebrochen. Bis zum Schluss konnte Maccabi
die Führung noch weiter ausbauen. Schraven, in der ersten Halbzeit noch
gefährlich, war in der zweiten Halbzeit bei Alex Riemer völlig
abgemeldet.
Nach diesem wichtigen Erfolg geniesst Maccabi erst einmal eine zweiwöchige Pause, bevor gegen Schlusslicht Monheim die nächsten Pluspunkte geholt werden sollen.
12.10.97 (5. Spieltag):
TVJ Königshardt - TuS Maccabi Düsseldorf 64:75 (30:35)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 25, Alex
Riemer 19 (2 Dreier), Joe Hochstein 8, Oliver Wessel 8, Dirk
Bettenhausen 6 (1), Dirk Wingert 5, Serafin Jendrysik 4, Rainer Schmidt. |
25.10.97 (6. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - BG Monheim 74:72 (36:42)
Maccabi tat sich schwerer als nötig
Ein "Fest der Ballverluste" hätte dem Aufsteiger fast den Sieg gekostet
Dass man seinen Gegner nie unterschätzen sollte, weiss jede
Mannschaft, und trotzdem passiert es immer wieder. Nach der
überzeugenden Leistung in Königshardt und dem ersten Sieg in der
Regionalliga träumten wohl die Spieler von Aufsteiger Maccabi von einem
leichten Erfolg gegen den Tabellenletzten aus Monheim, und sie träumten
wohl auch noch in der 16. Minute; 25:36 betrug der Rückstand zu diesem
Zeitpunkt.
Bis zu diesem Zeitpunkt wirbelten die Gäste um Spielmacher
Nelle (19 Punkte) nach Belieben durch die schläfrige Verteidigng des
Gastgebers, und im Angriff leisteten sich die Düsseldorfer unglaubliche
Ballverluste. Ein Zwischenspurt kurz vor der Halbzeit brachte Maccabi
wieder auf 34:38 heran.
Nach dem Wechsel sahen die 50 Zuschauer einen anderen
Maccabi, der in der Verteidigung ackerte und im Angriff konsequent
vollziehen konnte; Die Worte von Trainer Raphael Wilder zur Pause
fielen doch nicht auf taube Ohren. Nach fünf Minuten (44:44) war der
Ausgleich geschafft, und die Zuschauer peitschten den Gastgeber nach
vorne.
Entscheidend wurde dann eine Phase in der 33. Minute: der
lange vermisste Aufbau Aurelio Lopez (Knieverletzung) kam nach sechs
monatiger Pause zum ersten Einsatz. Er traute sich zum Korb, traf und
wurde gefoult. Den anschliessenden Freiwurf verwandelte er sicher:
63:59 für Maccabi und die Zuschauer waren vor Begeisterung kaum noch zu
halten. Monheim antwortete mit fünf Punkten und führte erneut
(63:64,35.), doch Lopez Reaktion war eindeutig: ein Dreier! Ein
grossartiges Comeback für den spanischen Aufbau.
Diese 66:64-Führung baute der Gastgeber dann aus, und hätte
Maccabi von den 13 Freiwürfen in den letzten zwei Minuten mehr als
sechs verwandelt, dann wäre der Sieg am Ende sicherlich höher
ausgefallen. In der letzten Minute verwandelte Olli Wessel zwei
Freiwürfe zur 72:67-Führung. Monheim traf ein Dreier: 72:70. Alexander
Riemer traf seinen ersten Freiwurf, den Rebound des zweiten sicherte
sich Michael Shohat und wurde gefoult. Doch statt das Spiel zu
entscheiden, vergab er beide Freiwürfe und Monheim kam mit einem
Korbleger nochmal heran (73:72). Wessel traf dann einen weiteren
Freiwurf neun Sekunden vor Schluss und die Gäste vergaben ihre letzte
Chance kurz vor dem Schlussignal.
Zwei gute Seiten konnten dem Spiel abgewonnen werden: Zwei
Pluspunkte und der kurze Einsatz des genesenen Lopez, der Hoffnung für
die kommende Aufgaben schöpfen lässt; in zwei Wochen bei der BG Wuppertal muss eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt werden, wenn Maccabi seine Siegesserie fortsetzen will.
25.10.97 (6. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - BG Monheim 74:72 (36:42)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 17, Alex
Riemer 15 (2 Dreier), Dirk Wingert 12, Oliver Wessel 11, Dirk
Bettenhausen 10 (2), Aurelio Lopez 6, Dominik Raddatz 2, Joe Hochstein
1, Serafin Jendrysik, Rainer Schmidt. |
08.11.97 (7. Spieltag): BG Wuppertal - TuS Maccabi Düsseldorf 84:72 (42:30)
Maccabis Reboundschwäche entschied das Spiel
Dirk Wingert fehlte unter dem eigenen Korb, Flügel mit Wurfpech
Nach zwei Siegen in Folge kassierte der TuS Maccabi beim
Tabellendritten BG Wuppertal seine fünfte Saisonniederlage. Dabei sah
es nach zehn Minuten noch gut aus, denn gegen die favorisierten
Gastgeber lag Maccabi noch gleichauf (15:15). Doch ab dann machte sich
das Fehlen des verletzten Center Dirk Wingert richtig bemerkbar, denn
die Wurfschwachen Wuppertaler angelten sich einen Offensivrebound nach
dem anderen und bekamen so bei jedem Angriff mehrere Chancen. Ein
komfortabler Vorsprung drei Minuten später war die Folge (27:17, 13.).
Diesen Vorsprung hielt die BG bis zur Pause, und konnte
anschliessend den Abstand noch vergrössern. Nach der Halbzeit hielt
nämlich nur noch einer dagegen: Center Joe Hochstein setzte sich mit
seinen 2,14 Metern zum Korb durch, und hielt Maccabi einigermassen noch
im Bild.
Nach dem Tiefpunkt kurz nach der Pause (63:43, 28.), kam
Maccabi dann auch wieder ins Spiel. Mit besserem Reboundverhalten und
aggressiver Verteidigung zwangen die Gäste Wuppertal zu überhasteten
Würfen und starteten sofort zum Fast-Break. Ein Break nach dem anderen
fingen sich die müden Gastgeber ein, doch zum Ausgleich reichte es
nicht. Beim Stand von 74:69 (38.) ging Maccabi die Puste aus, die
Aufholjagd war beendet. Die zugesprochenen Freiwürfe verwandelten die
Gastgeber dann auch nervenstark.
Am Kommenden Wochenende steht Maccabi einer fast unlösbaren Aufgabe
entgegen: mit der TSG Solingen kommt der Tabellenführer der 2.
Regionalliga nach Düsseldorf. Die Solinger, die in der letzten Saison
noch mit Maccabi in der Oberliga spielten, treffen dabei auf eine stark
ersatzgeschwächte Maccabi-Mannschaft, denn neben Dirk Wingert fallen
auch die Center Dominik Raddatz und Christian Füg verletzt aus.
Aufbauspieler Aurelio Lopez (Kniebeschwerden) pausiert ebenso.
08.11.97 (7. Spieltag):
BG Wuppertal - TuS Maccabi Düsseldorf 84:72 (42:30)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Joe Hochstein 23, Michael
Shohat 18, Dirk Bettenhausen 10 (1 Dreier), Oliver Wessel 9, Alexander
Riemer 4, Rainer Schmidt 4, Dominik Raddatz 2, Christian Füg 2, Serafin
Jendrysik. |
15.11.97 (8. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - TSG Solingen 76:78 (27:41)
Aufholjagd reichte nicht zur Überraschung
Ralf Meyer beendete Maccabis Schlusspurt, doch die gute Leistung lässt für die kommenden Aufgaben hoffen!
In der letzten Saison spielten noch beide Mannschaften in der
Oberliga um den Aufstieg, diesmal sahen sich der TuS Maccabi und die
TSG Solingen zum ersten Mal in der 2. Regionalliga wieder. Doch nach
sieben Spieltagen stehen die Solinger mit nur einer Niederlage an der
Tabellenspitze, während Maccabi mit nur vier Punkten gegen den Abstieg
spielt!
Dementsprechend einseitig begann auch die Begegnung der beiden
Aufsteiger. Getrieben vom Souveränen senegalischen Aufbau Mass Ndiaye
(5 Dreier) bauten die Solinger ihre Führung (6:11, 5.) kontinuierlich
aus (18:29, 14.). Die Gastgeber, ohne die verletzten Center Dirk
Wingert und Dominik Raddatz und ohne 2,14-Mann Joe Hochstein
(Trainerlehrgang), blieben unter den Körben dementsprechend ratlos und
trafen in der ersten Halbzeit auch kaum von aussen. Bis zur Halbzeit
vergrösserten die gut aufgelegten Gäste ihren Vorsprung.
Doch sofort nach dem Seitenwechsel ging Maccabis Aufholjagd
los: ein Dreier von Oliver Wessel, eins von Michael Shohat und eins von
Aufbauspieler Serafin Jendrysik - Maccabi war wieder dran (38:45, 24.).
Auf der anderen Seite war es hauptsächlich Ndiaye und 2,17-Riese
Michael Schmitz zu verdanken, dass die Solinger ihre Führung (44:58,
28.) nicht abgaben: es ging Schlag auf Schlag. Maccabi wollte nicht
aufgeben (52:60, 32; 62:70, 37), Wessel und Shohat wirbelten unter dem
gegnerischen Korb.
Der Favorit zeigte sich zunehmend nervös, Maccabi im
Abschluss immer souveräner. Alexander Riemers Dreier brachte Maccabi
auf 67:71 heran, Shohats anschliessende Verwertung eines Assists von
Wessel kurz darauf - 69:71 und zwei Minuten zu spielen!
Doch dann nahm der Solinger Spielertrainer Ralf Meyer das
Spiel in die Hand. Er holte sich den Ball und ging zum Korb - Foul.
Zwei Freiwürfe verwandelt: 69:73. Shohat setzte sich durch - 71:73.
Wieder Meyer, wieder zwei Freiwürfe - 71:75. Oliver Wessel traf nur
einen, der Solinger Goerl auf der Gegenseite auch, danach wieder Wessel
mit zwei sicheren Freiwürfen - 74:76 und noch 10 Sekunden zu spielen.
Wieder wurde Meyer gefoult, und verwandelte auch seinen fünften und
sechsten Freiwurf in Folge nervenstark. Das 78:74 für Solingen machte
Maccabis letzten Korb unwichtig.
Insgesamt sahen die 50 Zuschauer ein spannendes Spiel mit einer starken Leistung Maccabis in der zweiten Halbzeit, die für das kommende Spiel bei der SG DSHS Köln
einiges erhoffen lässt. Das Spiel ist für beide Mannschaften von
immenser Bedeutung, denn die Spoho-Mannschaft liegt mit bisher einem
Sieg ein Platz hinter Maccabi und könnte mit einem Erfolg am Samstag
die Düsseldorfer überflügeln. Die Mannschaft von Trainer Wilder kann
jedoch beruhigt nach Köln fahren, wenn die gute Leistung vom Spiel
gegen den Tabellenführer konserviert werden kann!
15.11.97 (8. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - TSG Solingen 76:78 (27:41)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 25 (2 Dreier),
Oliver Wessel 23 (2), Alexander Riemer 11 (1), Serafin Jendrysik 9 (3),
Dirk Bettenhausen 6, Christian Füg 2, Rainer Schmidt, David Galeczki,
Albert Terenji. |
22.11.97 (9. Spieltag): SG DSHS Köln - TuS Maccabi Düsseldorf 80:81 (35:43)
Wessels Nervenstärke sorgte für ein glückliches Ende
Maccabis Sieg bei der Sporthochschule ist Gold wert
Ein wichtiger Auswaertserfolg gegen einen direkten Konkurenten war
das Ergebnis einer Nervenschlacht in der Kölner Sporthochschule.
Nachdem Maccabi eine komfortable Führung verspielte und schon wie der
sichere Verlierer aussah, rafften sich die Spieler von Trainer Raphael
Wilder in letzter Minute wieder auf und gewannen durch den knappen Sieg
bei der SG DSHS Köln an Abstand zu der Abstiegsregion.
Zu Beginn der Partie sah es für die 50 Zuschauer sogar so aus,
als würden die Gäste aus Düsseldorf den Tabellenelften aus der Halle
fegen. Bis auf einen Dreier in der ersten Minute blieben die Gastgeber
in den ersten sechs Minuten ohne Korb, und Maccabi lag durch Punkte der
schnellen Wessel und Shohat mit 15:3 aussichtsreich vorn (6. Minute).
Die obligatorische Auszeit der Kölner trug Früchte, und
Maccabis Lauf wurde erst einmal gestoppt. Die Führung (24:11, 9.)
schmolz zusammen, hauptsächlich dank der aggressiven Verteidigung gegen
die Schützen Maccabis (34:29, 16.). Doch bis zur Halbzeitpause konnten
die Gäste eine knappe Führung immer behalten, und Riemers Dreier in der
20. Minute bedeutete eine beruhigende Halbzeitführung für Maccabi.
Doch die hielt nicht lange. Die Kölner Center Dörner und
Stenchly trafen immer wieder von der Nah- und Mitteldistanz, bis
Maccabis Nervosität nicht mehr zu übersehen war. Mit 65:62 für
Düsseldorf (32.) ging es in die Schlussphase, und dann kam der grosse
Auftritt des kölner Flügelspielers Van Hoegen: er dribbelte Maccabis
müde Defense schwindlig und erzielte 12 Punkte in drei Minuten. Ein
Blackout der Gäste im Angriff reichte ihm aus, um das Spiel im
Alleingang zu kippen (66:72, 35.).
Maccabi kam durch Center Joe Hochstein wieder dran, und ein
Freiwurf von Wessel liess die Gäste wieder Hoffen; doch wieder war es
Van Hoegen, diesmal mit einem Dreier, der Maccabi das KO setzten wollte
(69:75, 38.).
Noch zweieinhalb Minuten zu spielen und sechs Punkte zurück,
was tun? Für Trainer Wilder war die Lösung des Rätsels klar - die Zeit
musste gestoppt werden; und die Spieler setzten die Anweisung um und
schickten die Kölner an die Freiwurflinie. Zehn mal in zwei Minuten
standen die kölner Aufbauspieler Heydel und Höchemer an der Linie, doch
nur fünf Treffer konnten sie erzielen. Für Maccabi setzte sich Center
Shohat ein letztes Mal durch (73:77), dann befreite sich Shooter
Alexander Riemer endlich einmal von seinem engen Bewacher und traf
(75:78). Beim nächsten Angriff täuschte er einen Wurf an, wurde
gefoult, und traf beide Freiwürfe - 77:79.
Jetzt begann der wirkliche Krimi. Der Kölner Heydel traf
einen Freiwurf, und mit drei Punkte zurückliegend 40 Sekunden vor
Schluss suchten die Gäste wieder Riemer. Doch er war nicht frei.
Stattdessen zeigte sich 2,14-Center Hochstein unter dem Korb, bekam den
Ball, drehte sich zum Brett und...wurde geblockt! Er landete mit dem
Ball und liess ihn wieder los - dieser ging in den Korb und ein
Foulpfiff des Schiedsrichters kam noch dazu, wo manch ein anderer
Schrittfehler gesehen hätte...
Noch eine Halbe Minute zu spielen und 80:79 für die
Sporthochschule. Hochstein verpasst seinen Freiwurf aber der Ball
landet in den Händen von Oliver Wessel. Er zögert nicht, geht hoch und
wird gefoult - zwei Freiwürfe!!! Kaltblütig verwandelt er beide
Freiwürfe und Maccabi jubelt. Die Kölner verlieren den letzten Ball und
der Jubel auf Maccabis Bank kennt keine Grenzen!
Nach diesem glücklichen Sieg wartet auf Maccabi schon das nächste "Schicksalsspiel": mit dem SC Fast-Break Leverkusen kommt ein weiterer Tabellennachbar zum Max-Planck-Gymnasium, um dort mehr Klarheit in der Abstiegsfrage zu schaffen.
22.11.97 (9. Spieltag):
SG DSHS Köln - TuS Maccabi Düsseldorf 80:81 (35:43)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 24, Alexander
Riemer 14 (2 Dreier), Joe Hochstein 12, Oliver Wessel 11, Dirk
Bettenhausen 10 (2), Mathias Gierth 7, Rainer Schmidt 2, Christian Füg
1, Serafin Jendrysik, Thomas Schierburg. |
29.11.97 (10. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - SC Fast-Break Leverkusen 85:76 (37:30)
Zwei Zwischenspurte reichten zum Sieg
Ausgeglichene Maccabi-Mannschaft schlägt Fast-Break und schafft Abstand zu den Abstiegsplätzen
Es geht aufwärts mit Maccabi! In einem Spiel, das für den
Abstiegskampf von richtungsweisender Bedeutung war, konnte die
Mannschaft aus dem Düsseldorfer Norden gegen den Tabellennachbarn
Fast-Break Leverkusen einen letztendlich souveränen Sieg verbuchen.
Von Beginn an diszipliniert im Angriff und engagiert in der
Verteidigung, hatte der Gastgeber die harmlosen Leverkusener jederzeit
im Griff. Nach verhaltenem Start (6:8, 4. Minute) übernahm der für den
dauerverletzten Aurelio Lopez als Aufbau spielende Oliver Wessel die
Verantwortung und erzielte 8 Punkte für einen 16:2-Zwischenspurt. Die
Gäste waren im Angriff wie gelähmt und Maccabi führte mit 22:10 (11.).
Zum ersten Mal in dieser Saison wurde die Führung bis zum
Schluss nicht mehr aus der Hand gegeben. Zwar sorgte der junge
Aufabauspieler Runge (21 Punkte) mit 9 Punkten in Folge zu Beginn der
zweiten Halbzeit dafür, dass es für die rund 40 Zuschauer noch mal
spannend wurde: Fast-Break verkürzte auf 48:43 (24.) und beim Stand von
56:52 (31.) drohte das Spiel zu kippen.
Doch dann drehte Maccabis Center Michael Shohat mit 9 Punkten
in Folge erstmals auf, und die alte Ordnung war wieder hergestellt
(64:54, 34.). Den Widerstand der Gäste endgültig zu brechen nahm sich
dann 2,14-Riese Joe Hochstein vor, und besorgte Maccabi mit 7 Punkten
in drei Minuten mit 74:60 (39.) die Vorentscheidung.
In der letzten Minute konnten die Gäste zwar einige
Ballverluste bei Maccabi erzwingen, doch die taktischen Fouls halfen
nichts - Alexander Riemer traf viermal sicher von der Freiwurflinie,
sodass es für Maccabi nicht mehr eng werden konnte.
Den Sprung ins untere Mittelfeld könnte die Mannschaft von Maccabi nächste Woche in Köln schaffen.
Ein Sieg beim Tabellensiebten MTV Köln im rechtsrheinischen Stadtteil
Mülheim würde Maccabi auf einen Platz weiter entfernt von der
Abstiegsregion befördern.
29.11.97 (10. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - SC Fast-Break Leverkusen 85:76 (37:30)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 16, Alexander
Riemer 14, Oliver Wessel 14, Joe Hochstein 12, Dirk Bettenhausen 12,
Christian Füg 6, Mathias Gierth 4, Rainer Schmidt 4, Serafin Jendrysik
3 (1 Dreier), Albert Terenji. |
06.12.97 (11. Spieltag): MTV Köln - TuS Maccabi Düsseldorf 87:96 (41:48)
Kölner Zuschauer staunten nicht schlecht
Im Kölner Stadtteil Mülheim dominierte Maccabi von Beginn an - jetzt schon achter!
Für den MTV Köln sollte es eine klare Sache werden: gegen den
Aufsteiger Maccabi sollte mit einem Sieg der Sprung ins Mittelfeld der
2. Regionalliga gelingen. Doch daraus wurde für die Mülheimer nichts:
vor 40 Zuschauern im rechtsrheinischen Stadtteil Kölns bestimmte der
Gast von Anfang an das Spiel und gewann souverän.
Befreit von allen Abstiegsängsten nach den wichtigen Siegen
gegen Leverkusen und DSHS Köln begann Maccabi zielsicher: ob Riemer,
Wessel, Bettenhausen, Hochstein oder Shohat, alle trafen und
überraschten MTV mit 15:8 (6. Minute) und 24:10 (8.). Langsam erholte
sich der Gastgeber vom furiosen Beginn Maccabis und nutzte
Unkonzentriertheiten des Gasts und die eigene körperliche Überlegenheit
zum 35:39-Zwischenstand (17.), doch eine Auszeit von Trainer Raphael
Wilder brachte wieder Ordnung in Maccabis Spiel und ein
7-Punkte-Vorsprung konnte in die Pause gerettet werden.
Nach der Pause spielte Maccabi munter weiter und liess sich
nicht aus der Ruhe bringen. Der Vorsprung konnte kontinuierlich
vergrössert werden, bis in der 28. Minute beim Stand von 64:50 für
Düsseldorf eine kleine Vorentscheidung zustande kam. Zwar konnte der
MTV kurz vor Schluss noch auf 80:87 (39.) verkürzen, doch als es dann
Zeit für die taktischen Fouls wurde, versagten Maccabis Nerven nicht: 9
von 10 Freiwürfen verwandelten die Gäste in der letzten Minute!
Nächste Woche beginnt für Maccabi mit dem Auswärtsspiel bei der SV Union Opladen die Rückrunde. Im Hinspiel verlor Maccabi sein erstes Regionalligaspiel noch klar mit 63:75.
06.12.97 (11. Spieltag):
MTV Köln - TuS Maccabi Düsseldorf 87:96 (41:48)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 29, Dirk
Bettenhausen 15 (2 Dreier), Alexander Riemer 14, Oliver Wessel 14 (1),
Joe Hochstein 10, Serafin Jendrysik 7 (1), Rainer Schmidt 5, David
Galeczki 2, Albert Terenji. |
13.12.97 (12. Spieltag): SV Union Opladen - TuS Maccabi Düsseldorf 80:95 (52:38)
Opladen brachte sich selbst aus dem Rhytmus
Schiedsrichter verhängten sieben technische Fouls gegen den
Gastgeber, und nach einer tollen Aufholjagd entschied Maccabi das Spiel
von der Freiwurflinie
Es war ein merkwürdiges Spiel, dass letztendlich die Mannschaft
gewann, die die besseren Nerven hatte: beim Tabellendritten SV Union
Opladen nutzte der Aufsteiger die Undiszipliniertheit der Gastgeber, um
einen Überraschungserfolg zu erzielen.
Danach sah es lange Zeit nicht aus. Bis zur siebten Minute
konnte Maccabi dank der Treffsicherheit von Flügelspieler Dirk
Bettenhausen noch mithalten, danach eilten die Gastgeber davon.
Getrieben vom souveränen Aufbau Jean Francois Loop (25 Punkte)
dominierte der Favorit nunmehr das Spiel und profitierte dabei von
Maccabis Anfälligkeit unter den Körben. Immerwieder fischten sich die
Opladener die Offensivrebounds, um im Nachsetzen den Abstand zu
vergrössern.
So sah es für die rund 50 Zuschauer nach 18 Minuten wie eine
Vorentscheidung aus, als Maccabi mit 30:48 zurücklag. Dass der Abstand
bis zur Pause (52:38) etwas kleiner wurde, schien niemand in Opladen
besonders zu beunruhigen. Was nach der Pause kam dann aber schon.
Gleich zu Begin zog Oliver Wessel gewohnt energisch zum Korb.
Anschliessend regte sich jemand auf der Opladener Bank zu laut über
eine Schiedsrichterentscheidung auf - zwei Freiwürfe für Alexander
Riemer und im nächsten Angriff ein Dreier von ihm - 45:52! Loop
versuchte Maccabis Serie mit einem Dreier zu stoppen, doch Maccabi
kämpfte und kam näher dran - mit Riemers zweitem Dreier schon auf
53:57. Opladen traf zum 59:53, doch dann war Wessel mit einem Dreier
dran. Beim Stand von 59:56 leistete sich der Opladener Raab eine
unfreundliche Bemerkung zum Schiedsrichter, Riemer traf die daraus
resultierenden Freiwürfe sicher und setzte im nächsten Angriff noch ein
Dreier drauf - 61:59 für Maccabi und das Spiel schien gekippt!
Der Gastgeber erholte sich wieder und zog erneut davon, denn
bei Maccabi ging plötzlich nichts mehr. Die Euphorie der Aufholjagd
vorüber, die Ordnung im Angriff dahin - und innerhalb von vier Minuten
sah es wieder nach einer klaren Sache für Opladen aus. Der Favorit
legte einen 15:2-Spurt hin und führte sieben Minuten vor Schluss
vorentscheidend mit 74:63. Maccabis letzte Verzweiflungswürfe gingen
jedoch rein, und nach einem Dreier von Bettenhausen und einem von
Aufbau Serafin Jendrysik wurde es wieder etwas spannender: 69:74. Und
dann nahm das Spiel seinen unglaublichen Lauf, indem Opladen
letztendlich das Spiel verschenkte.
Es war die 34. Minute als der Opladener Wilhelm den auf dem
Boden liegenden Düsseldorfer Joe Hochstein in den Bauch trat. Die
Schiedsrichter disqulaifizierten den Übeltäter. Eine Minute später
hatten zwei Opladener gleichzeitig etwas zu bemängeln, davon einer, der
auf der Bank sass: vier Freiwürfe für Maccabi, die Riemer (12 von 12
von der Linie) allesamt traf, und der Ausgleich (74:74) war geschafft.
Opladens versuchte es in dieser Phase immer wieder aus der Distanz,
doch die Dreierwürfe gingen serienweise daneben und Maccabi hatte die
Rebounds besser im Griff als noch in der ersten Halbzeit.
Auf der Gegenseite brauchte sich Maccabi im Angriff gar nicht
anzustrengen, denn die Gastgeber meckerten weiter. Das dritte
technische Foul gegen die Opladener Bank bedeutete gleichzeitig das Aus
für Trainer Merkens, und die von Riemer verwandelten Freiwürfe
markierten Maccabis 78:74-Führung drei Minuten vor Schluss. Die
Heimmannschaft wirkte Ratlos. Vorne blieb Opladen fünf Minuten lang
ohne Korberfolg und hinten durfte Maccabi immer wieder an die Linie, in
den letzten sechs Minuten insgesamt 26 Mal (!), verwandelt wurden 23
Freiwürfe.
Zum Schluss kassierten der Tabellendritte noch zwei weitere
technische Fouls. Letztendlich änderte dies auch nichts daran, dass
Maccabi den Sieg an diesem Abend der Undiszipliniertheit des Gegners zu
danken hat, der schon mehrmals wie der sichere Sieger aussah.
Nach dem Spiel kam der disqualifizierte Wilhelm in die Kabine, um sich bei Joe Hochstein persönlich zu entschuldigen.
Im neuen Jahr geht es für Maccabi mit einer schweren Aufgabe los - gegen den TuS Opladen soll die höchste Hinrundenniederlage wiedergutgemacht werden.
13.12.97 (12. Spieltag):
SV Union Opladen - TuS Maccabi Düsseldorf 80:95 (52:38)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alexander Riemer 23 (3
Dreier), Dirk Bttenhausen 18 (2), Michael Shohat 16, Oliver Wessel 12
(1), Serafin Jendrysik 12 (2), Joe Hochstein 10, Rainer Schmidt 2,
Albert Terenji 2, Christian Füg. |
10.01.98 (13. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - TuS Opladen 63:78 (29:32)
Winterpause war für Maccabi zu lang...
Einbruch in der zweiten Halbzeit - Shohats umstrittene Disqualifikation
Nach vier Siegen in Folge musste Maccabi wieder eine Niederlage
hinnehmen, und ausgerechnet von der Mannschaft, gegen die man noch eine
offene Rechnung von der Hinrunde hatte. Das unangenehme Hinspiel war den Maccabi-Spielern noch gut in Erinnerung geblieben.
Vielleicht deshalb begann Maccabi stark, und führte nach zwei
Minuten mit 10:2. Doch fünf Minuten ohne Korberfolg der Gastgeber
brachte Opladen wieder ins Spiel (10:13, 7.). Maccabis Problem an
diesem Abend lag im Angriff: ausser den Schützen Alex Riemer und Dirk
Bettenhausen brachte in der ersten Halbzeit niemand die gewohnte
Leistung, Center Michael Shohat blieb sogar ohne Punkte.
Eine gute Defense-Leistng liess Maccabi nach der ersten
Halbzeit (29:32) jedoch Hoffnung. Drei Minuten nach der Halbzeit
herrschte jedoch Entsetzen auf Maccabis Bank. Opladens Spieler Norman
Lies, der Maccabis Trainer und den Zuschauern schon kurz zuvor durch
seine brutale Spielweise aufgefallen ist, ist nach einer gelungenen
Aktion auf Maccabis Spieler Shohat handgreiflich losgegangen. Dieser
wehrte sich mit einem Schubser, woraufhin der Opladener sich geschickt
theatralisch fallen liess. Der Schiedsrichter zeigte sofort:
Matchstrafe für Shohat. Lies Unbeherrschtheit blieb merkwürdigerweise
unbestraft.
Abgesehen von diesem Vorfall presäntierte sich Opladen sehr
kompakt in der Verteidigung und geschlossen im Angriff, so dass der
Sieg gegen eine harmlose Maccabi-Truppe an diesem Abend auch verdient
war. Bis zum Ende konnten sich die Gäste kontinuierlich absetzen,
während auf Maccabis Seite lediglich Center Hochstein und erneut Riemer
bedeutend punkten konnten.
Nächste Woche ist Maccabi beim Tabellennachbarn TuS Hilden zu Gast. Ein Sieg dort würde den siebten Platz und eine Revanche für die Hinrundenniederlage bedeuten.
10.01.98 (13. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - TuS Opladen 63:78 (29:32)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alexander Riemer 17 (1
Dreier), Joe Hochstein 16, Dirk Bettenhausen 11 (3), Oliver Wessel 8,
Dominik Raddatz 6, Serafin Jendrysik 3 (1), Rainer Schmidt 2, Albert
Terenji, Christian Füg, Michael Shohat. |
17.01.98 (14. Spieltag): TuS Hilden - TuS Maccabi Düsseldorf 80:91 (36:38)
Auf Riemers Serie hatte Hilden keine Antwort
100 Zuschauer staunten - Nach der Halbzeit wurde der Gastgeber überrannt
Einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt vollzog die
Mannschaft vom TuS Maccabi mit dem souveränen 91:80 beim Tabellen- und
Ortsnachbarn TuS Hilden. Dabei erfreute nicht nur der Sieg, sondern
auch die mannschaftliche Geschlossenheit und die Leistung der
Neuzugänge: der quirlige Marokaner Mohammed "Simo" Mirmich auf der
Aufbauposition und der durchsetzungsstarke 2,07-Center Ludger Budde
fügten sich schon bei ihrem ersten Einsatz gut ein und leisteten
Wichtiges in Angriff und Verteidigung.
Auf Hildener Seite fehlte dagegen der verletzte Topscorer Williams, der noch im Hinspiel
Maccabis Defense schwindelig spielte. In Zahlreichen Spielen erwies er
sich den Hildenern als Matchwinner, doch einen echten hatte diesmal nur
Maccabi in ihren Reihen. Alex Riemer machte in der Defense dem Hildener
Center Diop (24 Punkte) das Leben schwer, und erzielte selbst 22
Punkte, davon vier dreier in zwei Minuten - der Untergang des
Gastgebers!
Doch es hat etwas gedauert, bis Maccabi sich auf der
Siegerstrasse wähnen konnte, denn der Gastgeber ist früher aufgewacht
und nutzte erneut Maccabis Anfälligkeit unter den Körben für einfache
Punkte nach Offensiv-Rebounds. Bei Maccabi klappte dagegen im Angriff
nicht so viel, und die Folge war ein 11-Punkte Rückstand (11:22, 8.) -
allein Center Michael Shohat hielt Maccabi bis zur 10. Minute mit elf
Punkten noch im Bild (17:26). Die Wende kam mit der Einwechselung von
Ludgar Budde, der sofort 6 Punkte erzielte und die Reboundschwäche
unter dem eigenen Korb aufhebte. Seine Bilanz insgesamt: 6
Defensivrebounds!
Der Weg war frei für die Aufholjagd, und mit der
Unterstützung der 5 Lautstarken Maccabi-Fans (unter 100 Hildenern)
erkämpfte sich der Gast in der 15. Minute die erste Führung (31:30).
Nach der Halbzeit drehte dann Maccabi richtig auf. Vorallem der
beherzten Verteidigung und der verbesserten Reboundarbeit war es zu
verdanken, dass mit einem 19:6-Lauf in den ersten neun Minuten der
Grundstein zum Sieg (59:44) gelegt werden konnte. Hilden zeigte letzte
Lebenszeichen und beim Stand von 48:59 (30.) schöpften die Zuschauer
wieder Hoffnung, doch dieser setzte Maccabi ein Ende aus der Distanz:
Oliver Wessel mit einem Dreier, dann Alex Riemer mit vier Dreiern in
kurzer Folge, dann wieder Wessel - Maccabis Bank konnte sich vor Freude
kaum noch halten. Die 77:57-Führung (33.) war die endgültige
Entscheidung!
Mit taktischen Fouls versuchte zwar der Gastgeber nochmal
heranzukommen, doch Maccabis 80% von der Freiwurflinie waren dann doch
sicher genug, um den Sieg über die Zeit zu bringen.
Nächste Woche erwartet Maccabi den Tabellenführer im Max-Planck-Gymnasium. Beim Heimspiel gegen die DJK Adler Frintrop aus Essen geht es für den Tabellensiebten darum, den Favoriten ein wenig zu ärgern. Schliesslich hielt Maccabi im Hinspiel doch sehr lange mit.
17.01.98 (14. Spieltag):
TuS Hilden - TuS Maccabi Düsseldorf 80:91 (36:38)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alexander Riemer 22 (4
Dreier), Michael Shohat 22, Oliver Wessel 13 (2), Joe Hochstein 8,
Serafin Jendrysik 7 (1), Ludger Budde 7, Mohammed Mirmich 6, Dirk
Bettenhausen 2, Dominik Raddatz 2, Rainer Schmidt 2. |
24.01.98 (15. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - DJK Adler Frintrop 68:62 (31:30)
Maccabis Defense war nicht zu knacken
50 mitgereiste essener Fans halfen nichts - auch Tabellenführer Frintrop muss sich Maccabis Kampflust beugen
Für die Sensation des 15. Spieltags sorgte der Aufsteiger TuS
Maccabi. In einem kämpferisch starken und spannenden Spiel bezwangen
die Spieler um Coach Raphael Wilder den Aufstiegsaspiranten Nummer 1
der 2. Regionalliga, und sorgten so noch einmal für Spannung im
Aufstiegskampf! Nach der Niederlage in Düsseldorf haben die Essener nur
noch zwei Punkte Abstand auf Verfolger TSG Solingen und den
schlechteren direkten Vergleich, sodass sie bei einer weiteren
Niederlage ihren Aufstiegsträumen Ade sagen könnten.
Vielleicht dachten die Essener nicht daran, dass es beim
Tabellensiebten so eng werden könnte. Obwohl komplett angetreten,
konnten sie nie zu ihrem schnellen Rhythmus finden und setzten sich
deshalb zu keinem Zeitpunkt richtig ab. Im Angriff verliessen sie sich
wie sonst auch auf ihre Besten, Center Gerald Johnson (20 Punkte) und
Flügel Michael Koch (16), doch dies machte sie für Maccabi berechenbar.
Dirk Bettenhausen und Alex Riemer wechselten sich mit der Überwachung
Kochs ab, sodass er aus der Distanz unter seinen Möglichkeiten
geblieben ist.
So pendelte die Führung das ganze Spiel lang hin und her: mal
führte der Favorit (21:16, 8. Minute), mal erkämpften sich die
Gastgeber eine Führung (28:24, 14.) durch Riemers 8 Punkte in Folge.
Nach der Halbzeit das gleiche Bild: zunächst domiierten
Johnson und Koch weiter Essens Angriff. Doch auf der Gegenseite hielten
Oliver Wessel und Michael Shohat dagegen, nachdem sie in der ersten
Halbzeit kaum zu sehen waren. Und als Frintrops Punktemaschine Johnson
ab der 29. Minute stockte, konnte sich Maccabi einen Polster
verschaffen: es waren erneut Riemers 7 Punkte in zwei Minuten, die dem
Underdog zu einer 57:51-Führung (33.) verhalfen.
Fünf Minuten noch zu spielen, und die mitgereisten Essener
Fans pushen ihr Team nach vorne. Maccabis Angriff plötzlich lahmgelegt:
von 61:55 (36.) auf 61:62 (39.), die Gäste führen wieder und noch eine
Minute zu spielen. Trainer Wilder sagt - Oliver Wessel soll mit der
Ladehemmung Maccabis Schluss machen. Wessel dribbelt in die Zone,
steigt hoch und trifft - 63:62! 40 Sekunden zu spielen und Essen mit
dem Ball, doch der Aufbau Kehl ist zu hektisch - Doppeldribbling.
Erneut Maccabi im Ballbesitz, Wessel will die 30 Sekunden verstreichen
lassen, doch Johnson und Kehl bedrängen und schieben ihn, bis alle drei
mit dem Ball auf dem Boden liegen - der Schiri entscheidet auf
Sprungball. Doch in der anschliessenden Auszeit protestieren die Gäste
wohl zu laut über diese Entscheidung und handeln sich zu dem
ungünstigsten Zeitpunkt ein technisches Foul gegen die Bank ein!
Für Alex Riemer mal wieder nur Formsache - die beiden
Freiwürfe sind drin, im anschliessenden Ballbesitz versenkt Wessel noch
einen Freiwurf, und mit einer 66:62-Führung 10 Sekunden vor Schluss
lässt Maccabi nichts mehr anbrennen.
Nach diesem Erfolg scheint es in dieser Liga für Maccabi keine Grenzen mehr zu geben. Mit einem Sieg nächste Woche gegen den vierten TVJ Königshardt kann sogar der Plätzetausch arrangiert werden. Maccabi auf den vierten Tabellnplatz??? Wer weiss...
24.01.98 (15. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - DJK Adler Frintrop 68:62 (31:30)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alexander Riemer 23 (3
Dreier), Oliver Wessel 15, Michael Shohat 13, Ludger Budde 9, Joe
Hochstein 6, Dirk Bettenhausen 2, Serafin Jendrysik, Mohammed Mirmich,
Rainer Schmidt . |
31.01.98 (16. Spieltag):TuS Maccabi Düsseldorf - TV Jahn Königshardt 69:83 (32:33)
Fehlender Einsatz wurde bestraft
Maccabi gegen Königshardt ohne Biss
Es wurde nichts aus dem vierten Platz. Ausgerechnet nach dem überraschenden Sieg gegen Tabellenführer Frintrop musste
Maccabi das schlechteste Spiel der Rückrunde machen und vergab so die
einmalige Chance, sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.
Stattdessen dümpelt der Aufsteiger, dessen Saisonziel "nicht absteigen"
fast geschafft ist, wieder auf dem achten Platz der 2. Regionalliga.
Und es war nicht ein übermächtiger Gegner, der sich mit dem
TV Jahn Königshardt in Düsseldorf präsentierte: in der Hinrunde
schaffte Maccabi ausgerechnet beim Tabellenvierten den ersten
Saisonsieg. Doch war man damals noch als Underdog nach Oberhausen
gereist, so zeigten sich Maccabis Spieler diesmal zu selbstsicher, um
eine nötige Anstrengung zu unternehmen. Vor allem in der Defense lies
die Einstellung der Gastgeber zu wünschen übrig und begründete damit
die verdiente Niederlage vor 30 Zuschauern.
Zwar hat auch Maccabis Angriff schon mal bessere Spiele
gezeigt, doch ein Spiel lässt sich auch mit einer harten Verteidigung
gewinnen, wie das Spiel gegen Frintrop zeigte. Doch von Maccabis
Willenskraft der letzten Woche war diesmal keine Spur geblieben: gleich
vier (!) Gäste punkteten zweistellig, vor allem Center Dirk Herkelmann
(18) überzeugte - bei Maccabi hatten nur Shohat und Bettenhausen im
Angriff Normalform.
Eine Halbzeit lang hielt Maccabi trotzdem mit. Beide
Mannschaften zeigten sich erstmal nicht sehr treffsicher, sodass sich
eine ausgeglichene Partie (15:12, 10.; 23:24, 16.) abzeichnete. Kurz
nach der Pause sogar ein guter Lauf für Maccabi, und nach dem 42:36
(23.) hätten sich die Gastgeber absetzen sollen, doch stattdessen
drehte Königshardt, getrieben von Peter Voigt (16 Punkte) und Stefan
Schraven (15), den Spiess um (54:60, 32.). Als dann Maccabi sechs
Minuten lang ohne Feldkorb geblieben ist, wurde der Abstand zu gross -
mit 58:71 drei Minuten vor Schluss die Vorentscheidung.
Für den Aufsteiger blieb mal wieder die Erkenntnis, dass in
dieser Liga kein Spiel ohne Kampf gewonnen werden kann, auch wenn man
eine Woche früher den Tabellenführer geschlagen hat und auf dem fünften
Platz steht. Ob die Spieler Maccabis diese Lektion gelernt haben, zeigt
sich sicherlich am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Monheim .
Der Tabellenletzte braucht nämlich dringend einen Sieg, doch Maccabi
will sich die insgesamt gute Rückrunde nicht mit einer weiteren
Niederlage verderben.
31.01.98 (16. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - TV Jahn Königshardt 69:83 (32:33)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 19, Dirk
Bettenhausen 12 (2 Dreier), Joe Hochstein 8, Ludger Budde 8, Alexander
Riemer 7, Oliver Wessel 7, Serafin Jendrysik 6 (1), Dominik Raddatz 2,
Mohammed Mirmich, Rainer Schmidt. |
07.02.98 (17. Spieltag): BG Monheim - TuS Maccabi Düsseldorf 90:94 (36:46)
Es ging Schlag auf Schlag
Der Tabellenletzte wehrte sich gegen Maccabi bis zum (bitteren) Ende
Nach der Heimniederlage gegen Königshardt kam für Maccabi
Düsseldorf beim Auswärtsspiel in Monheim nur ein Sieg in Frage. Doch
schon das Hinspiel zeigte, dass der Tabellenletzte nicht zu
unterschätzen ist, und oft verloren die jetzt schon fast abgestiegenen
Monheimer ihre Spiele erst in den letzten Minuten.
Und so sahen sich die Gäste aus Düsseldorf vor 80 Zuschauern
schon mehrmals als die sicheren Sieger, doch jedesmal brachte ein
anderer Monheimer seine Mannschaft wieder ins Spiel. Nach der
ausgeglichenen Anfnagsphase, in der sich der heimische Center "Totti"
Bahr (16 Punkte, alle in der ersten Halbzeit) immer wieder durchsetzte,
machte Alexander Riemer mit 8 Punkten in Folge aus einem
19:21-Rückstand eine 32:21-Führung für Maccabi. Bis zur Pause konnte
diese gehalten werden.
Doch Anfang der zweiten Halbzeit, als die beiden Monheimer
Center Bahr und Meyer (13) mit fünf Fouls das Feld verlassen mussten,
nahmen zwei andere die Verantwortung, und bestraften Maccabis
unkonzentrierte Verteidigung immer wieder mit erfolgreichem Zug zum
Korb: Flügel Wolfgramm (23) und der jugendliche Aufbauspieler
Rosslenbroich (16), spielten Maccabis Abwehr jedesmal schwindelig, und
machten Maccabis komfortable Führung mehrmals zunichte.
So sah es beim 56:52 für Maccabi (27. Minute) wieder
bedrohlich aus, und auch eine 74:62-Führung (32.) reichte den Gästen
nicht, um das Spiel "locker" nach Hause zu schaukeln. Zwölf Punkte in
vier Minuten von Wolfgramm gaben Monheim wieder Hoffnung (83:79
Maccabi, 38.), und als es in die letzte Minute ging, stand das Spiel
mit 87:85 für Maccabi auf des Messers Schneide. Doch dann versuchte
Monheim das Spiel mit taktischen Fouls zu stoppen - ein Fehler! Dirk
Bettenhausen und Serafin Jendrysik trafen die letzten sechs Freiwürfe
für Maccabi, und brachten somit die entscheidende 94:87-Führung eine
halbe Minute vor Schluss.
Die Leistung der Monheimer sollte jedoch relativiert werden:
Maccabi war den Gastgebern spielerisch und körperlich weit überlegen.
Eine mittelmässige Freiwurfausbeute (37/56, davon alleine Center Shohat
mit 14/24) sowie die Tatsache, dass Trainer Raphael Wilder beim
Tabellenletzten allen Spielern genügend Spielzeit gegeben hat, liessen
das Spiel erst so eng werden.
Am kommenden Samstag kann Maccabi wieder nach oben schauen - die Hinrundenniederlage bei der BG Wuppertal soll wiedergutgemacht werden - mit einem Sieg beim punktgleichen Tabellenfünften.
07.02.98 (17. Spieltag):
BG Monheim - TuS Maccabi Düsseldorf 90:94 (36:46)
|
| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 32, Alexander
Riemer 16, Oliver Wessel 11 (2 Dreier), Dirk Bettenhausen 9 (2),
Mohammed Mirmich 8, Serafin Jendrysik 7 (1), Rainer Schmidt 5, Joe
Hochstein 2, Dominik Raddatz 2, Christian Füg 2. |
14.02.98 (18. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - BG Wuppertal 85:88 (55:43)
Was kann denn da noch passieren?
Katastrophale Schlussphase kostet Maccabi den sicher geglaubten Sieg
Dreizehn Minuten waren im Düsseldorfer Max-Planck-Gymnasium noch zu
spielen, und die 10 gelangweilten Zuschauer sahen bis dahin eine recht
einseitige Begegnung: Der Gastgeber Maccabi Düsseldorf führte gegen den
Tabellennachbarn BG Wuppertal mit 72:53 - was kann denn da noch
passieren? Doch ein absoluter Zusammenbruch der Gastgeber in Angriff
und Verteidigung ermöglichte dem Gegner einen 9:0-Lauf, der ihn wieder
ins Spiel brachte. Bis zum Ende erzielte Wuppertal noch 35 Punkte,
Maccabi brachte es auf ganze elf.
Eine schreckliche Freiwurfquote seitens Maccabi (6 von 17)
und Ballverluste am laufenden Band erleichterten den Gästen dabei die
Aufholjagd. Dabei sah es in der ersten Halbzeit stellenweise recht gut
aus: Maccabi kontrollierte den Defensiv-Rebound und konnte oft zum
Fast-Break laufen, sodass nach sieben Minuten eine vielversprechende
22:11-Führung zu Buche stand. Dreier von Rainer Schmidt und Serafin
Jendrysik markierten den 41:23-Zwischenstand, den jedoch die
Wuppertaler bis zur Halbzeit aus ihrer Sicht verbessern konnten.
Für sieben Minuten nach der Pause reichte Maccabis
Konzentration noch, danach war sie weg. Die sehr ausgeglichene
Mannschaft aus Wuppertal, bei der fünf Spieler zweistellig punkteten,
spielte ihr Angriffspiel konsequent und geduldig weiter. Maccabis
Aktionen im Angriff wurden mit der schmelzenden Führung zunehmend
nervöser, den letzten Feldkorb zum 84:77 erzielte Rainer Schmidt drei
Minuten vor Schluss, was dann folgte, war eine einzige Katastrophe.
Nach zwei Punkten von BG-Center Benneke (19 Punkte) traf Michael Shohat
zunächst einen von zwei Freiwürfen - 85:80 und zwei Minuten zu spielen.
Die nächsten beiden Angriffe Maccabis gingen völlig schief, die
Wuppertaler Grunau (19) und Alber (17) spazierten dagegen förmlich
durch Maccabis Zone bis zum Korb; 85:84 und 45 Sekunden - der wütende
Trainer Raphael Wilder nahm eine Auszeit.
Doch im Anschluss daran ging der Ball beim Einwurf unter dem
Korb direkt in die Hände des Gegners, und diesen nahm Alber gerne
entgegen und markierte die erste Wuppertaler Führung seit der ersten
Minute - 85:86 und noch vierzig Sekunden. Center Ludger Budde bekommt
den Ball unter dem Korb und wird gefoult - doch die beiden Freiwürfe
gehen daneben. Im Gegenzug foult Maccabi schnell, doch etwas zu heftig
- ein unsportliches Foul. Benecke setzt beide Freiwürfe daneben, und
wird im folgenden Ballbesitz wieder gefoult. Diesmal trifft er den
ersten von zwei Freiwürfen, doch beim zweiten sichert sich Wuppertal
den Rebound und will die letzten 20 Sekunden ausspielen (es steht 87:85
für die Gäste)! Aber Dirk Bettenhausen hat aufgepasst und fängt einen
schlechten Pass ab, sieht Alex Riemer, der wiederum findet Michael
Shohat unter dem Korb - der gefoult wird und kläglich verpasst - sowohl
die Möglichkeit unter dem Korb als auch die beiden Freiwürfe zehn
Sekunden vor Schluss.
Es hätte ja gar nicht soweit kommen müssen, denn drei Minuten
vor Schluss lag Maccabi noch mit 7 Punkten vorne. Doch diesmal war von
der Nervenstärke, die schon manche Spiele in dieser Saison für Maccabi
entscheiden konnte, keine Spur.
Am kommenden Samstag ist Maccabi beim Tabellenzweiten TSG Solingen zu Gast. Leichter als gegen Wuppertal wird es sicherlich nicht, auch wenn das Hinspiel
anlass zur Hoffnung gab, dass man den letztjährigen Oberligameister
nach drei vergeblichen Anläufen doch noch eines Tages schlagen kann.
14.02.98 (18. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - BG Wuppertal 85:88 (55:43)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Oliver Wessel 19, Michael
Shohat 18, Ludger Budde 12, Alexander Riemer 11 (3 Dreier), Rainer
Schmidt 9 (1), Serfin Jendrysik 5 (1), Dominik Raddatz 5, Dirk
Bettenhausen 4, Mathias Gierth 2, Mohammed Mirmich. |
28.02.98 (19. Spieltag): TSG Solingen - TuS Maccabi Düsseldorf 71:60 (36:23)
Vielleicht im nächsten Jahr?
Maccabi ausser Form - in Solingen mal wieder keine Chance
Es ist ja schon fast eine Tradition geworden: am 19. Spieltag
spielte Maccabi zum siebten Mal in drei Jahren gegen die TSG Solingen -
und kassierte die sechste Niederlage. Einen Sieg gab es da noch, doch
der war im WBV-Pokal 1996/7. In der Meisterschaft waren die Solinger
für Maccabi nie eine Reise Wert, ob in der Oberliga oder in der 2.
Regionalliga.
Diesmal sollte es nicht anders sein! Die Gastgeber, in der
neuen Liga selbstbewusst auf dem zweiten Platz, spielten jedenfalls
eine bessere Saison als Mitaufsteiger Maccabi, der mit dem Sichern des
Klassenerhalts zu Beginn der Rückrunde das Saisonziel früh erreichte
und seit dem Sieg gegen Tabellenführer Frintrop am 15. Spieltag keine
anständige Partie mehr zeigen konnte.
Zumindest in der Verteidigung sah es diesmal besser aus als in
den letzten Spielen, mit den zugelassenen 71 Punkten des Gegners kann
Trainer Raphael Wilder sicherlich zufrieden sein. Doch mit mageren 30%
aus dem Feld und 55% von der Freiwurflinie konnte Maccabis Angriff an
diesem Tag nichts reissen. Dies war den 100 Zuschauern in Solingen
relativ schnell klar, denn nach sieben Minuten führte der Favorit schon
mit 14:4, weitere sieben Minuten später schon mit 27:12.
Fünf Minuten nach der Halbzeit sah es beim Zwischenstand von
46:25 schon ziemlich düster aus, bevor Maccabi sich doch noch aufraffen
konnte, einige Punkte zu erzielen. Eine kleine Hoffnung keimte bei den
10 mitgereisten Fans auf, als die von Alex Riemer angeführte Aufholjagd
Früchte zu tragen schien - und beim Stand von 64:56 (37.) vielleicht
doch noch eine Wende möglich gewesen wäre. Doch die Schwäche der
letzten Minuten schonte Maccabi auch diesmal nicht, und der Solinger
Spielertrainer Ralf Meyer (19 Punkte) konnte sich nach seinem fünften
Foul auf der Bank beruhigt zurücklehnen: Einen Sieg für Maccabi in
Solingen wird es wohl auch diesmal nicht mehr geben.
Nun neigt sich die Saison dem Ende zu. Drei Spiele hat der
Tabellenneunte noch zu absolvieren, drei Siege sollen zum
Saisonabschluss noch einmal her: beginnend am kommenden Samstag gegen die sicher abgestiegene DSHS Köln. Das Hinspiel war allerdings eine sehr knappe Angelegenheit...
28.02.98 (19. Spieltag):
TSG Solingen - TuS Maccabi Düsseldorf 71:60 (36:23)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alexander Riemer 14, Michael
Shohat 13, Dirk Bettenhausen 7 (1 Dreier), Oliver Wessel 6, Rainer
Schmidt 6, Joe Hochstein 6, Mohammed Mirmich 4, Ludger Budde 2, Mathias
Girth 2, Dominik Raddatz. |
07.03.98 (20. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - SG Dshs Köln 77:54 (41:32)
Ludger Budde wachte zuerst auf
höchster Saisonsieg für Maccabi gegen die abgestiegene Mannschaft der Sporthochschule Köln
Für die SG DSHS Köln ging es um alles oder nichts - um die letzte
theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, mussten die Kölner
die letzten drei Spiele gewinnen. Maccabi jedoch war nach zwei
Niederlagen in Folge wieder heiss auf einen Sieg, und zeigte vor 20
Zuschauern dann doch zeitweise eine ansprechende Partie.
Nicht aber zu Beginn des Spiels: die Kölner starteten schnell
und überraschten Maccabi mit einer 6:2-Führung (2. Minute). Ein
Düsseldorfer war jedoch nicht überrascht: Center Ludger Budde traf in
der Anfangsphase aus allen Lagen und war von den ratlosen Gästen bis
zur neunten Minute nicht zu stoppen - 15 Punkte allein in dieser Phase.
Die 24:16-Führung für Maccabi (9.) war sein Verdienst. Danach wurden
die Kölner von seinen mächtigen Auftritten unter dem Korb verschont,
denn nach seinem vierten Foul (ein technisches) in der 13. Minute
setzte ihn Trainer Raphael Wilder auf die Bank.
Doch dann kam Maccabis beste Phase: kurz vor und nach der
Pause setzten die Gastgeber konzentriert und schnell zur Entscheidung,
die beim Stand von 60:42 (30.) erreicht war. Die kölner haben sich zu
diesem Zeitpunkt mit dem Abstieg in die Oberliga abgefunden.
Nächste Woche findet der vorletzte Spieltag statt, doch in
der 2. Regionalliga 1 ist alles entschieden: DJK Adler Frintrop steigt
in die 1. Regionalliga auf, Monheim und DSHS Köln ab. Vom Abstieg
verschont bleibt der Tabellenzehnte SC Fast-Break Leverkusen, bei dem
der TuS Maccabi am kommenden Samstag antreten wird.
07.03.98 (20. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - SG Dshs Köln 77:54 (41:32)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Ludger Budde 15, Alexander
Riemer 13 (1 Dreier), Michael Shohat 11, Dirk Bettenhausen 9 (1),
Mathias Girth 7, Mohammed Mirmich 6, Oliver Wessel 5 (1), Serafin
Jendrysik 5 (1), Rainer Schmidt 2, Dominik Raddatz 2. |
14.03.98 (21. Spieltag): SC Fast-Break Leverkusen - TuS Maccabi Düsseldorf 54:86 (25:39)
Serafin Jendrysik machte kurzen Prozess
Alex Riemer vervollständigt Leverkusens Blamage nach der Pause
Zumindest vom Namen her ist die Mannschaft des SC Fast-Break
Leverkusen vielversprechend: dürfen die Zuschauer etwa korbreiche,
schnelle Spiele erwarten, wenn sie dem Tabellenzehnten zuschauen?
Keinesfalls! Eher spezialisierten sich die Leverkusener bisher auf
harte Defense und kontrollierter Angriff - eine Ursache dafür, dass oft
beide Mannschaften unter 70 Punkte bleiben, wenn in einem Spiel SCFB
mit von der Partie ist. Danach sah es auch nach fünf Minuten aus, als
der Aufsteiger TuS Maccabi am vorletzten Spieltag beim
Regionalliga-Absteiger Leverkusen zu Gast war. Serafin Jendrysik hat
allerdings nach fünf Minuten genug gesehen.
Der Maccabi Aufbau hatte das langweilige Spiel satt (es stand
4:2 für Leverkusen nach fünf Minuten!) und traf vier dreier in drei
Minuten, sodass Maccabi schnell mit 20:6 führte. Die Center der
Gastgeber Chong (13 Punkte) und Depauli (14) versuchten noch etwas zu
retten, doch die Gastgeber waren insgesamt zu harmlos, um die
zwischenzeitliche Schwächephase Maccabis (Jendrysik sass auf der
Bank...) besser als zu einer 17:22-Verkürzung auszunutzen. Danach
erholten sich die Düsseldorfer von der Auswechselung des überraschenden
Aufbaus, insbesondere mit der angeblichen Waffe des Gegners
(Fast-Breaks!) sowie mit regelmässigen Distanzschüssen des gefürchteten
Schützen Alex Riemer.
Ein Dreier von ihm zu Beginn der zweiten Halbzeit (42:25)
machte Leverkusens letzte Hoffnungen früh zunichte, und ein kurzer
16:3-Zwischenspurt Maccabis ein Wenig später bedeutete die
entscheidende 62:36-Führung für die Gäste. Die 40 Zuschauer mussten
noch miterleben, wie ihr Team auch schon 80:47 zurückliegt (35.), bevor
Maccabis Angriff zum Schluss doch etwas stockte.
Nach dem hohen Sieg über Absteiger DSHS Köln eine
Woche zuvor gelang Maccabi ein noch besserer Erfolg, und somit der
höchste Saisonsieg. Eine schwerere Aufgabe wird sicherlich das Heimspiel am letzten Spieltag gegen den Tabellenvierten MTV Köln, der jedoch im Hinspiel bezwungen werden konnte.
14.03.98 (21. Spieltag):
SC Fast-Break Leverkusen - TuS Maccabi Düsseldorf 54:86 (25:39)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Serafin Jendrysik 17 (5
Dreier), Alexander Riemer 17 (2), Oliver Wessel 12, Michael Shohat 11,
Ludger Budde 8, Dirk Bettenhausen 7, Dominik Raddatz 6, Mohammed
Mirmich 2, Rainer Schmidt 2, Christian Füg 2. |
21.03.98 (22. Spieltag): TuS Maccabi Düsseldorf - MTV Köln 100:98 (38:50, 85:85)
Ein würdiger Abschluss einer schönen Saison
Maccabi holt 17-Punkte-Rückstand auf und sichert sich den sechsten Tabellenplatz in der Verlängerung
Es herrschte eine Festtagsstimmung in der Halle am
Max-Planck-Gymnasium: zum letzten Saisonspiel der ersten
Regionalligaspielzeit des TuS Maccabi waren 50 Zuschauer erschienen,
und mit dem Tabellenvierten MTV Köln war auch ein starker Gegner zu
Gast - schliesslich spielen für die Kölner mit Frank Peters, Stefan
Bohlen und Clemens Skibicki normalerweise gleich drei ehemalige
Bundesligisten. Diesmal War Skibicki zwar nicht mit von der Partie,
doch Maccabi hatte auch ohne ihn in der Defense viel zu tun.
Vorallem Ludger Budde musste sich mit dem kräftigen Center
Bohlen (26 Punkte) auseinandersetzen, und auch ansonsten mussten die
Gastgeber sich mächtig ins Zeug legen, um von den guten Einzelspielern
der Mülheimer Gäste nicht überrannt zu werden. Wie schnell das
passieren kann, sahen die Zuschauer mit entsetzen ab der 14. Minute:
bis dahin hielt Maccabi gut mit (29:30), doch ein fünfminutiger
totaleinbruch nahmen die Gäste gerne als Einladung an, mit einem
schnellen Lauf auf 48:31 (18.) davonzuziehen. In den letzten zwei
Minuten bis zur Pause bemühte sich Maccabi dann um Schadensbegrenzung -
Alex Riemers erster Dreier kurz vor der Halbzeit brachte die Gastgeber
nochmals auf 12 Punkte heran.
Eine wiedererstarkte Maccabi-Mannschaft kam anschliessnd aus
der Kabine. Die Center Shohat und Budde sowie Flügel Dirk Bettenhausen
mit 6 Punkten in Folge verkürzten in acht Minuten auf drei Punkten
(58:61, 28.). Massgeblich war jetzt auch die aggressive Verteidigung,
die die Gäste oft zu Ballverlusten zwang. Doch andererseits setzte sich
Köln mit Dreiern von Peters und Bohlen immer wieder ab (66:73, 33.),
bis schliesslich Alex Riemer genug hatte - mit seinen zwei Dreiern in
Folge war Maccabi endgültig dran (72:73, 34.), und wollte nicht mehr
loslassen. Kurz darauf führte Maccabi auch schon - mit 78:77 nach
Buddes Drehschuss aus der Zone. Es liefen die letzten drei Minuten!
Jetzt wollte Stefan Bohlen das Spiel für MTV entscheiden: er
nahm den Ball und ging zum Korb - sechs Punkte in Folge, davon vier von
der Freiwurflinie. Auf der Gegenseite traf Maccabi zwei Schüsse nicht
und lag prompt zurück - 78:83 und zwei Minuten. War das Spiel gelaufen?
Keinesfalls. Dirk Bettenhausen meldete sich mit einem Dreier zurück,
und Michael Shohat tankte sich unter den Korb zum Ausgleich (83:83).
Jetzt war MTV mit dem verschiessen dran und Maccabis Aufbau Olli Wessel
ging 40 Sekunden vor Schluss noch einmal den ganzen Weg bis zum Korb -
und traf! Auf der anderen Seite konnte jedoch Flügel Wiechmann
ausgleichen, und aus dem letzten Ballbesitz 16 Sekunden vor Schluss
machte Maccabi nichts, sodass es in die Verlängerung ging.
Maccabi zeigte nun mehr Siegeswillen. Shohat und Budde mit je
vier Punkten erzielten eine 94:90-Führung, doch wieder ein Dreier der
Gäste durch Matus (17) brachte wieder Spannung ins Spiel. Shohat bekam
erneut den Ball unter dem Korb und wurde gefoult. Seine Freiwürfe
gingen daneben, doch Ludger Budde streckte seine 2,07-Meter, um im
Nachsetzen das 96:93 zu erzielen. Auf der anderen Seite zeigte Bohlen
wieder starke Nerven, als er zweimal von der Linie traf - 96:95. Wessel
brachte den Ball zum Angriff, eine Minute vor Schluss. Der Ball ging um
die Zone, doch die Flügel hatten keinen Raum. Shohat bekam also
alleinstehend den Ball von Riemer und traf aus der Halbdistanz - 98:95.
Als Riemer zum Abschluss noch die letzten zwei Freiwürfe traf, weil
Kölns letzte Dreierversuche scheiterten, war das Spiel (100:95)
entschieden.
Nach diesem spannenden Spiel ist nun die Saison vorbei. Der
Aufsteiger Maccabi schaffte zum Abschluss einen respektablen sechsten
Platz. Auf Maccabis Homepage wird jedoch auch in der "Off-Season"
einiges Los sein. Im April beginnt schon der WBV-Pokal 98/99, und bis
Juli sollte schon die neue Mannschaft vorgestellt werden. Mit einer
guten Saisonvorbereitung will Maccabi einen schlechten Start wie in der
abgelufenen Spielzeit jedenfalls vermeiden.
21.03.98 (22. Spieltag):
TuS Maccabi Düsseldorf - MTV Köln 100:98 (38:50, 85:85)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 30, Alexander
Riemer 18 (3 Dreier), Ludger Budde 18, Oliver Wessel 14 (1), Dirk
Bettenhausen 11 (1), Dominik Raddatz 4, Rainer Schmidt 4, David
Galeczki 2, Serafin Jendrysik, Albert Terenji. |
Pokal 12.05.97:TuS Maccabi Düsseldorf - BSG Norf/Erfttal 78:67 (36:32)
Auch in diesem Jahr war Maccabi besser
Maccabi gegen Norf im Pokal schon fast Tradition
Wie im Vorjahr hiess Maccabis Gegner in der zweiten WBV-Pokalrunde
auch diesmal BSG Norf/Erfttal. Für Maccabi eine lösbare Aufgabe,
schliesslich konnte der Ligakonkurent aus Neuss in den letzten drei
Partien in Pokal und Meisterschaft bezwungen werden.
Maccabi war die zweimonatige Spielpause anzumerken, dem Gegner
allerdings auch, und so führte der Oberligazweite des letzten Jahres
auch schnell mit 6:0 (3. Minute), 14:9 (9.) und 27:16 (14.). Dann
besannen sich die Gäste auf ihre Stärke: Dreier. Allen voran zeigte
Flügelspieler Meissner mit vier Dreiern und 25 Punkten eine gute
Leistung, und Norf kam bis zur Pause auf 33:32 heran.
Fünf starke Minuten der Düsseldorfer zu Beginn der zweiten
Halbzeit entschieden aber das Spiel. Dirk Bettenhausen mit zwei Dreiern
zum richtigen Zeitpunkt führte Maccabi auf die Siegerstrasse, und die
Center Joe Hochstein, Dirk Wingert und Christian Füg fanden auf Norfer
Seite keine passende Gegenwehr unter den Körben.
So führte Maccabi nach 26. Minuten schon mit 52:34, und auch
wenn überflüssige Ballverluste die Gäste noch einmal auf 74:67 (40.)
herankommen liessen, war der Sieg Maccabis zu keinem Zeitpunkt
gefährdet. Jetzt wartet der Oberligist auf seinen Gegner in der dritten Runde.
12.05.97:
TuS Maccabi Düsseldorf - BSG Norf/Erfttal 78:67 (36:32) |
| TuS Maccabi Düsseldorf: Dirk
Wingert 16, Joe Hochstein 15, Dirk Bettenhausen 15 (4 Dreier), Michael
Shohat 11, Christian Füg 10, Dominik Raddatz 6, Aurelio Lopez 3, Robert
Kopito 2. |
Pokal 06.06.97: TV Ratingen - TuS Maccabi Düsseldorf 42:74 (19:39)
Nach fünf Minuten fiel der erste Korb
Ratingen wehrte sich besser als manche Oberligisten...
Der frischgebackene Regionalligist Maccabi Düsseldorf hatte in
dieser Woche andere Sorgen als das Pokalspiel beim TV Ratingen. Durch
den Rückzug des BBC Krefeld war der Aufstieg in die 2. Regionalliga
doch noch geschafft, und bald geht es in die Saisonvorbereitung. Ohne
Oliver Wessel und Aurelio Lopez und mit den Gedanken in der naechsten
Saison hatte Maccabi jedoch keine Probleme beim (jetzt) drei klassen
tiefer spielenden Gastgeber.
Nur in der ersten fünf Minuten konnte der Aufsteiger den Weg
zum Korb nicht finden. Drei Minuten spaeter hiess es bereits 13:2 für
den Favoriten. Auch das durchwechseln aller Spieler verhinderte nicht
die 34:11-Führung nach 16 Minuten.
Mit insgesamt sechs potentielle Center angereist, beherrschte
Maccabi die Luft unter den Körben, und die grossen hatten dann auch die
Möglichkeit, sich auf der Flügelposition zu versuchen.
In der nächsten Runde trifft Maccabi auf den Sieger zwischen der SG Langenfeld (Landesliga) und der BG Monheim (2. Regionalliga).
06.06.97:
TV Ratingen - TuS Maccabi Düsseldorf 42:74 (19:39)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Michael Shohat 20, Christian
Füg 12, Dominik Raddatz 11, Dirk Wingert 9, Serafin Jendrysik 9 (1
Dreier), Joe Hochstein 6, Dirk Bettenhausen 6 (2), Matthias Gierth 1,
Robert Kopito.
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Pokal 29.06.97: SG Langenfeld - TuS Maccabi Düsseldorf 80:84 (32:50)
Langenfelds Aufholjagd reichte nicht
Oberliga-Aufsteiger holen gegen Maccabi den Rückstand fast auf
In der vierten Runde des WBV-Pokals schlug Regionalliga Aufsteiger
Maccabi-Düsseldorf den ambitionierten SG Langenfeld in seiner eigenen
Halle. Vor 30 Zuschauern begannen die Düsseldorfer, bei denen zum
ersten Mal Ex-Bundesligaspieler Alexander Riemer mitspielen durfte,
konzentriert und motiviert.
Riemer erzielte in den ersten fünf Minuten sofort 10 Punkte
und führte den Gast so zu einer bequemen 25:10-Führung (9. Minute).
Diese konnte bis zur Pause weiter ausgebaut werden.
Nach dem Seitenwechsel legten die jungen Langenfelder um
Centerspieler Kluth (23 Punkte) ihre Nervosität ab und begannen aus
allen Lagen zu treffen. Allen voran der Distanzschütze Fiacco, der 20
seiner 22 Punkte in der zweiten Halbzeit markierte. Mit 5 Dreiern
ärgerte er den Favorieten mächtig, und brachte die Underdogs bis auf
66:71 wieder heran (34. Minute).
Dann ging den Gastgebern die Puste aus, und bei Maccabi
erzielte Center Dirk Wingert noch die nötigen Punkte (6 in Folge), um
den Einzug in die nächste Runde noch zu retten. Eine Minute vor Schluss
führte Maccabi wieder mit 84:71 uneinholbar.
Die nächste Runde (Viertelfinale) wird Anfang September ausgetragen.
29.06.97:
SG Langenfeld - TuS Maccabi Düsseldorf 80:84 (32:50)
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| TuS Maccabi Düsseldorf: Alexander Riemer 17 (3
Dreier), Dirk Wingert 16, Michael Shohat 13, Dirk Bettenhausen 11 (2),
Serafin Jendrysik 10 (2), Joe Hochstein 7, Christian Füg 5, Dominik
Raddatz 4, Oliver Wessel 1, Albert Terenji. |
Pokal 06.09.97: SV Brackwede - TuS Maccabi Düsseldorf 91:72 (46:35)
Brackwede eine Klasse besser als Maccabi (oder auch zwei?)
Bielefelder mit viel Pech aus der 1. Regionalliga abgestiegen - aber an Stärke nichts eingebüßt
Das Achtelfinale des WBV-Pokals war die letzte Runde für Maccabi in
diesem Jahr, nachdem in der letzten Saison das Viertelfinale erreicht
werden konnte. Eine grosse Enttäuschung war es dennoch nicht für den
Aufsteiger aus Düsseldorf, denn beim Absteiger aus der 1. Regionalliga
SV Brackwede war für Maccabi nichts zu holen.
Lediglich bis zur 10. Minute konnten die Gäste mithalten,
dann zogen die Bielefelder vor rund 50 Zuschauern davon. Mit Treffern
aus der Distanz knackten sie immer wieder jede versuchte
Verteidigungsvariante des Underdogs.
Obwohl beide Mannschaften in der kommenden Saison in der 2.
Regionalliga starten (Maccabi in Nordrhein, Brackwede in Westfalen),
war ein Leistungsunterschied noch deutlich anzumerken.